Bestattung Aigner

Eines der ältesten Bestattungsunternehmen in NÖ


Professionelles Videostreaming für Trauerfeiern


Hintergründe zu Kunde und Projekt

Die Digitalisierung bietet auch dort Chancen, wo man sie nicht unmittelbar vermuten würde. Im Zuge des Corona-Lockdowns im Frühjahr 2020 entwickelten wir für die Bestattung Aigner eine Möglichkeit, mit der trotz Personenbeschränkungen und Quarantäne viele Menschen per Videoübertragung von zu Hause aus an Trauerfeiern teilnehmen können.

Urnenbestattung mit Kamera im Vordergrund

Per Videostream können ausgewählte Personen auf der ganzen Welt an einer Trauerfeier teilnehmen.

Erste Überlegungen vor dem Projekt

Es war von Beginn an klar, dass hier eine Lösung entstehen soll, die komplett eigenständig vom Kunden zu bedienen ist. Die laufende Abhängigkeit von uns als Agentur wäre ineffizient und würde unnötige Kosten verursachen.

Auch die Trauerfamilien sollten eine einfache und intuitive Oberfläche vorfinden, die ohne viel weitere Information genutzt werden kann. Bei einem so sensiblen Thema will man niemandem einen komplizierten Prozess auferlegen.

Nachdem die Bestattung Aigner bereits eine professionelle Website von uns hatte, lag der Schritt nahe, die Übertragungen für die Besucher direkt in die Website zu integrieren, wo bereits Parten und Kondolenzmöglichkeit vorhanden waren.

Kennenlernen der Rahmenbedingungen

Jeder neue Workflow, jedes digitale Produkt, kann nur erfolgreich werden, wenn es sich in den gewohnten Ablauf einfügt und im Endeffekt der Nutzen die Aufwände überwiegt.

Dazu war es nötig, dass wir sowohl die üblichen Gepflogenheiten und Abläufe von Trauerfeiern, als auch die besonderen Umstände durch Corona-Einschränkungen genau kennenlernten.

In diesem Fall galt es allerdings nicht nur die Anforderungen und Vorstellungen vom Bestattungsunternehmen zu beachten, sondern auch auf die Angehörigen und Betrachter acht zu geben:

  • Wie kann man die Berührungsängste vor einer solchen Neuerung nehmen?
  • Wie kann die Übertragung so gestaltet werden, dass die anwesenden Trauergäste sich nicht gestört fühlen?
  • Welche spontanten Umstände können eintreten (Wetter, Internetprobleme, …)?
Matthias Wagner, Benjamin Aigner, Pfarrer KR Mag. Herbert Döller

Matthias Wagner, Benjamin Aigner und Pfarrer KR Mag. Herbert Döller bei der Entwicklung der Streaming-Lösung

Die Umsetzung

Unsere Rolle in diesem Projekt bestand nicht nur in der technischen Umsetzung, sondern vor allem auch in der ganzheitlichen Beratung in diesem Digitalisierungsprozess. So wurden die folgenden Schritte geplant und nacheinander umgesetzt:

  • Auswahl einer passenden Streaming-Plattform als robuste Basis für die Übertragung an sich und zur nahtlosen Integration in die Website
  • Entwicklung eines einfachen Prototypen zur ersten Präsentation an den Kunden und um früh zu erkennen, ob in die richtige Richtung gearbeitet wird
  • Beschaffung von passendem Equipment für optimale Audio- und Video-Ergebnisse in Kirchen, im Freien, …
  • Testläufe und Einschulung ins Equipment
  • Anpassung der Website, um Streams bei Trauerfällen anzuzeigen, sowie Schutz vor unbefugtem Zugriff
  • Eine detaillierte Checkliste für den Kunden, um bei Trauerfeiern auf keine Details zu vergessen
  • „Bereitschaft“ bei ersten Trauerfeiern, um bei etwaigen Problemen sofort helfen zu können

Das Ergebnis für Bestattung Aigner

Urnenbestattung mit Kamera im Vordergrund

Die technische Ausrüstung wurde bewusst simpel gewählt, um eine einfache Handhabung zu garantieren.

Am Ende dieses Prozesses ist für die Bestattung Aigner ein neues Service-Angebot entstanden, das zunächst – während der besonderen Umstände durch Corona – kostenlos angeboten wurde. Das sorgte nicht nur für Schlagzeilen, sondern stärkt auch langfristig das moderne Image des Unternehmens.

Konkret bedeutet ein solcher Stream für die Bestattung nun folgende Arbeitsschritte:

  • Das technische Equipment wird bei der Vorbereitung der Trauerfeier mitgenommen und an einer passenden Stelle aufgebaut
  • Der Videostream wird vorab online eingerichtet, so dass die Website vollautomatisch bei Start der Übertragung das Video zeigt
  • Der private Link zum Zugriff wird an die Angehörigen weitergegeben, so dass diese entscheiden, wer zusehen darf
  • Alle Aufgaben vor Ort können direkt am Smartphone, über das auch gefilmt und gestreamt wird, erledigt werden
  • Kurz vor Beginn der Trauerfeier wird die Übertragung gestartet
  • Bei Standortwechsel (z.B. auf den Friedhof) oder technischen Problemen wie Internetausfall, Stromausfall/leerem Akku usw. wird die Übertragung nach kurzer Pause reaktiviert, ohne dass die Zuseher etwas unternehmen müssen

Das Ergebnis für die Trauergäste

Website mit Livestream einer Trauerfeier

Die Videoübertragung ist direkt in der Website integriert.

Die digitale Teilnahme an einer Trauerfeier war nicht nur während des Lockdowns eine sinnvolle Lösung. Auch unter normalen Umständen gibt es oft Angehörige, die etwa aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund eines Auslandsaufenthaltes nicht persönlich teilnehmen können.

Die Teilnahme an der Übertragung der Trauerfeier ist denkbar einfach:

  • Die Website der Bestattung zeigt schon vorab Parte und Kondolenz-Möglichkeiten. Genau an dieser Stelle ist dann auch der Stream zu sehen
  • Von den Organisatoren der Bestattung wird ein privater Link verteilt, unter dem die Übertragung aktiviert wird, so dass nur eingeladene Personen zusehen können
  • Die Übertragung funktioniert natürlich auf allen Geräten, die auch die Website öffnen können (Smartphone, Tablet, Laptop, …)
  • Über die Kondolenz-Funktion in der Website kann auch aktiv an der Trauerfeier teilgenommen werden bzw. können auch online Kerzen entzündet werden
  • Bereits seit längerem steht hier auch eine andere Funktion zur Verfügung: Als kostenlosen Service kann eine Mail-Erinnerung an den Todestag von geliebten Menschen abonniert werden, die jährliche eine Woche vor dem Tag versendet wird.

 


Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, dass die Digitalisierung vor keiner Branche halt macht.

Vielleicht löst dieser Umgang mit dem Tod von Menschen für manche auf den ersten Blick etwas Unbehagen aus. Bei näherer Betrachtung zeigt sich aber, dass dies ein ganz normaler Bestandteil unserer Gesellschaft ist, die eben derzeit immer mehr digitale Bestandteile annimmt.

 

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Digitalisierung ist besonders dann sinnvoll, wenn mit einfachen Möglichkeiten ein echter Mehrwert für die Menschen entsteht.Matthias Wagner, Geschäftsführer bei FALKEmedia

 

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